ABNEHMEN MIT VERSTAND
Abnehmen kann so einfach sein. Professor Achim Peters hat jetzt in den Labors der Lübecker Universität das spannendste Rätsel der Adipositasforschung gelöst: Wodurch werden wir dick? Die Sensation: Schuld ist eine gestörte Energieversorgung des Gehirns. Bei seiner Forschung wertete Peters 5000 Datensätze aus. Das Ergebnis ist die „Selfish Brain”-Theorie, die Theorie vom egoistischen Gehirn. „Das Gehirn organisiert die Energieversorgung des Körpers so dass seine Bedürfnisse an erster Stelle stehen”, so Peters. Das Gehirn verbraucht bei einem Anteil von nur 2 Prozent am Körpergewicht 50 Prozent des täglichen Glukose-Bedarfs, bei Stress sogar 90 Prozent. Und bei Defiziten durch Engpässe reagiert es mit Heißhungerattacken. Gewichtsbeeinflussung durch Stress Zuerst überflutet das Stresshormon Cortisol unser Gehirn, dann fällt der Blutzuckerspiegel. Jetzt geben die Gehirnzellen Alarm, weil die Energieversorgung in Gefahr ist. Der Heißhunger stellt sich ein und das Fatale dabei: Nur die Hälfte der von uns zugeführten Energie kommt im Gehirn an. Der Rest wird bevorzugt in der Körpermitte gespeichert. Deshalb wollen die Gehirnzellen bei chronischem Stress auch permanent Nachschub und wir werden dick - man nennt das auch „Frustfressen”. Fettzellen beeinflussen das Gewicht Jeder Erwachsene besitzt zwichen 40 und 120 Milliarden Fettzellen. Diese Energiedepots sind jedoch mehr als ein stiller Vorrat für Notzeiten. Sie wirken wie eine gigantische Chemiefabrik, die Botenstoffe, Hormone und viele andere Substanzen produzieren. Wenn sich die Fettzellen bei Übergewicht aber zu sehr aufblähen, richten sie sich gegen den Organismus, weil sie ihn mit einer Flut von Entzündungsstoffen überschwemmen - ein fataler Vorgang mit weitreichenden negativen Folgen für unseren Körper. Deshalb ist das die beste Nachricht, die diesen Tagen aus Lübeck kommt, was unser Gewicht anbetrifft: Schlank werden und schlank bleiben ohne aufwändige Diät und ohne JoJo-Effekt - wie das funktioniert? Durch Mentaltraining. Genau das haben jetzt Forscher der Lübecker Universität bewiesen. Sie haben entdeckt, wie man bei den meisten Abnehmarten sogenannte Heißhungerattacken bekommt und natürlich ausgerechnet dann die schlimmsten Kalorienbomben zu sich nimmt. Abnehmen ist so fast unmöglich. Der Schuldige dabei ist unser egoistisches Gehirn. Doch da kann man leicht überlisten! Den Teufelskreis, dem es zu entkommen gilt, nennen die Forscher „Verzicht-Schuldgefühl-Zunehmen”. Unser Gehirn liebt Süßes Die meisten Diäten arbeiten nach dem Verzichtsprinzip und können deshalb nicht funktionieren. Unser „selbstsüchtiges Gehirn”, wie es Prof. Achim Peters nennt, reagiert mit Panik auf Engpässe in der Energieversorgung und legt in normalen Zeiten Depots an. Es wappnet sich so für schlechte Zeiten und für die nächste Krise. Um aus dem diesem Teufelskreis auszusteigen, können wir fünf Strategien anwenden, unser Gehirn umzuprogrammieren. Die Forscher haben das entwickelt, getestet und sogar alltagstauglich gemacht. Die EMDR-Methode - Hören statt essen Dr. Francine Shapiro hat mit dieser Methode (Eye Movement Desensitization and Reprocessing = Augenbewegungs-Desensibilisierung und Neubearbeitung) großes Aufsehen in der Fachwelt erregt, da sie teilweise wie Zauberei anmutet. Sie wirkt tatsächlich beim Abnehmen wahre Wunder. Durch das Hören einer speziellen Wingwave-CD („Sicheres Auftreten mit Wingwave-Coaching”, Buch mit CD) oder durch schnelle Handbewegungen vor den Augen kommt es zu einer Vernetzung und optimal koordinierten Zusammenarbeit beider Gehirnhälften. Die innere Balance ist schon nach kurzer Zeit wieder hergestellt. Stress wird abgebaut und die eigene Leistungsfähigkeit sowie das Vertrauen in die eigenen Kräfte werden gestärkt. Tja, und die Pfunde purzeln ganz nebenbei. In der Anfangsphase sollte man die CD mindestens einmal täglich (am besten vor dem Einschlafen) und beim Einkaufen oder in Stress-Situationen hören. Affirmationen US-Studien haben gezeigt, dass wir mit positiven Programmiersätzen unser Unterbewusstsein ganz gezielt auf Schlanksein programmieren können. Diese sogenannten Affirmationen lösen festgefahrene Denkmuster und Blockaden, die uns nicht bewusst sind. Man formuliert also nur positiv. Es heißt nicht: „Ich bin nicht mehr dick”, sondern: „Ich werde schlank!” Je mehr posuitive Gefühle man erzeugt, desto positiver ist die Wirkung. Damit die Affirmationen auch wirken, sollte man sie dreimal täglich fünfzigmal in Gedanken aufsagen oder im „stillen Kämmerlein” auch laut vor sich hersagen. Stress Stress ist, wie die Wissenschaftler aus Lübeck herausgefunden haben, der schlimmste Figurkiller. Hilfe naht aus der Schmerztherapie. Beim Jacobsen-Training werden bestimmte Muskeln angespannt, die Spannung wird kurz gehalten, dann wird wieder entspannt. Der Trick: Statt dem Heißhunger nach Gummibärchen & Co. zu erliegen, lieber beide Hände zu Fäusten ballen, bis 50 zählen, lockern, erneut ballen und das zehnmal wiederholen - und das Gehirn ist ausgetrickst, der emotionale Hunger ist überwunden, denn genau der steckt hinter dem Bedürfnis nach Süßigkeiten. Der goldene Punkt Ein ganz einfacher Trick kann Wunder bewirken. Man kauft sich einen mittelgroßen goldenen Punkt-Aufkleber (Papierhandel) und klebt ihn überall dort hin, wo die Versuchungen lauern (Kühlschrank, Bildschirm, Schreibtisch, etc.). Wer sich vor eine Heißhungerattacke 30 Sekunden lang auf den Punkt konzentriert, beruhigt damit den Pulsschlag und das Herz, er opimiert die Energieversorgung des Gehirns und Heißhungerattacken verschwinden. Der Atemtrick Ein enormer Stress ist die Angst, immer dicker zu werden, einhergehend mit der der fehlenden Hoffnung, jemals das Idealgewicht zu erreichen. Durch diese Angst entstehen Energieblockaden, der Atem wir zu schnell und zu flach und auch der Stoffwechsel arbeitet reduziert. So ist Abnehmen fast unmöglich. Dagegen hilft die „Laute Atmung“, die auch in Managerseminaren empfohlen wird. Wenn man sich beim Einatmen auf den Laut „Hong” und beim Ausatmen auf den Laut „So” konzentriert, baut man laut der Erkenntnis von Forschern Stress gezielt ab. Kindheit Wenn Kinder brav sind, werden sie belohnt, in der Regel mit Süßigkeiten, wie Bonbons. Das Unterbewusstsein merkt sich dabei: Essen=Belohnung, und das ist stärker als unser Wille. Essprobleme sind in vielen Fällen ein Ersatz für Liebe und Anerkennung, in erster Linie für Liebe zu sich selbst. Hier sind Blitzmeditationen sehr hilfreich. Man sieht jeden Morgen in eine brennenden Kerze und sagt:”Ich bin liebenswert.” Der Effekt: Testpersonen starteten viel ausgeglichener in den Tag, waren weniger anfällig für Naschereien und nahmen ohne Anstrengung bis zu drei Pfund im Monat ab. Anwender Wir haben mit einigen Anwenderinnen dieser sensationellen Methode gesprochen. Seit sie diese psychologische Methode anwenden, nahmen sie kontinuierlich ab und haben alle inzwischen innerhalb von einigen Monaten ihr Idealgewicht erreicht. Ein JoJo-Effekt blieb aus.Wie unser Gehirn uns dick macht


