Aktuelles vom Apfel: Auswahl immer größer

Sep 15th, 2008 | By yvo | Category: CULINARIUM

Äpfel sind die Stars im Obstkorb

Seit Jahren stehen sie unangefochten auf Platz Eins in der Hitliste der beliebtesten Obstarten. 21,5 Kilogramm Äpfel kauft jeder Haushalt im Durchschnitt pro Jahr. Elstar, die Jonagold-Gruppe, Braeburn, Gala und Golden Delicious sind hierzulande die fünf meist gekauften Apfelsorten. Doch für den Apfelgenießer gut zu wissen: Die Auswahl an Sorten aus heimischem Anbau wird immer größer.

„Hinsichtlich der Qualität hat sich das Apfelsortiment verbessert“, informiert Dr. Franz Rueß von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau (LVWO) in Weinsberg. Bei den Standardsorten erlebt derzeit Elstar eine Renaissance. Ein neues Lagerverfahren ermöglicht, dass die beliebte Sorte länger knackig und fest bleibt.

Viel Aufsehen in Obstbaukreisen erregen momentan aber exklusive „Clubsorten“ wie Rubens oder Kanzi. „Sie liegen absolut im Trend. Hinter Clubsorten steht ein starkes Marketing. Vor allem aber eine starke Produktpflege“, erklärt Agrarwissenschaftler Rueß. Die neuen Clubsorten garantieren aufgrund einer stark gesteuerten Erzeugung eine einheitliche Qualität und erfüllen perfekt den Wunsch der Verbraucher nach wohlschmeckenden, saftigen und knackigen Äpfeln.

Als Renner erweist sich die neue Apfelsorte Kanzi, die in Süddeutschland in manchen Gegenden die Anbauanteile von Gala und Braeburn fast schon überflügelt und beim Verbraucher sehr gut ankommt. Statistisch gesehen: Von 1.000 Äpfeln, die in Europa erzeugt werden, ist einer bereits ein Kanzi. Dieser besitzt ein ausgewogenes Zucker-Säure-Verhältnis, ist saftig, knackig und behält seine Festigkeit auch nach der Kühl-Lagerung noch eine gewisse Zeit bei. Dazu kommt eine äußerst ansprechende Farbe – samtrot mit einer gelblichen Grundfarbe.

„Auch im Bio-Apfel-Anbau haben wir in den letzten Jahren eine starke Entwicklung durchlaufen. Im Trend liegt hier die Apfelsorte Topaz, die sich in Deutschland zur Bio-Apfelsorte Nummer Eins entwickelt hat“, erläutert Rueß.
Die Sorte erinnert an alte Streuobstsorten, weil sie geflammt rot-goldgelb gestreift ist. Dennoch handelt es sich um ein brandneues Zuchtprodukt, das gegenüber der Pilzkrankheit Apfelschorf resistent ist und es dem Obstbauern damit leichter macht, den ökologischen Richtlinien gemäß zu erzeugen.

„Ob alte oder neue Sorten mit mehr wertvollen Inhaltstoffen punkten, lässt sich nicht pauschal beantworten“, sagt Ute Pötsch vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Westerwald-Osteifel. Denn es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen Apfelsorten. Um in den Genuss der ganzen Vielfalt an wichtigen Inhaltstoffen wie Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe zu kommen, rät die Ernährungswissenschaftlerin, die breite Apfel-Palette zu probieren – neue wie alte Sorten.

Egal welche Sorte, fest steht: Heimische Äpfel sind auf jeden Fall natürlich. „Deutsche Obstbauern wachsen ihre Äpfel definitiv nicht und das bleibt auch so“, darauf verweist Jörg Disselborg von der Fachgruppe Obstbau im Bundesausschuss Obst und Gemüse. Kurze Transportwege und ausgefeilte Kühltechnik machen das Auftragen von Wachsen zum Schutz vor Feuchtigkeitsverlusten hierzulande generell überflüssig. Es lohnt sich daher, nach der Herkunft der Äpfel zu schauen.

Rezept:

Apfelkuchen mit Rum und Schokolade

Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad ca. 45 Minuten backen. Gut auskühlen lassen.
Konfitüre leicht erhitzen. Kuchenoberfläche damit bestreichen, mit Schokospänen garnieren.

Zutaten für 12 Stück:

4 Äpfel,
125 ml Rum,
200 g Butter,
200 g Zucker,
4 Eier,
2 EL Kakaopulver,
1 TL Zimt,
1 TL Backpulver,
200 g Mehl,
125 g gehackte Walnüsse,
½ Glas Aprikosenkonfitüre,
Schokoladenspäne

Zubereitung:

Äpfel schälen, klein würfeln und in Rum marinieren. Butter schaumig schlagen. Nach und nach Zucker und Eier einrühren und schlagen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Kakao, Zimt, Backpul-ver und Mehl mischen, sieben und zusammen mit den Nüssen unterrühren. Rumäpfel über einem Sieb gut abtropfen lassen, unter den Teig heben.
Restlichen Rum anderweitig verwenden. Den Teig in eine gefettete Springform von 28 cm Durchmes-ser streichen.

Quelle & Foto: CMA

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