Bikram - Yoga

24. Oktober 2008 | Von wolfabo | Kategorie: EX LIBRIS

Eine der erfolgreichsten Yogaformen

In Indien gibt es ein Hindisprichwort: Satch, Bohot, Karwa, Hi. Sinngemäß übersetzt besagt es in etwa, dass die Wahrheit extrem bitter schmeckt, wie die Medizin Chinin. Sie zu schlucken undd zu verdauen, gehört zu den schwierigsten Aufgaben im Leben. Aber ebenso wie Chinin schlucken wir sie, weil wir wissen, dass sie gut für uns ist.

Bikram Choudhury, der Vorreiter des Hot Yoga, zeigt Ihnen den wahren Weg, wie Sie Körper, Geist und Seele in Einklang bringen und neue Lebenskraft schöpfen. Basierend auf einem Jahrhunderte alten und wissenschaftlich nachgewiesenen Gesundheitskonzept, werden Sie mit nur 26 Stellungen des Hot Yoga Ihren Körper neu formen und zu Ihrem inneren Gleichgewicht zurückfinden. Sind Sie bereit, um lange gesund und glücklich zu sein? Dann lassen Sie Ihre Befürchtungen – und vor allem Entschuldigungen – vor der Tür, greifen Sie zu Ihrer Yoga-Matte und fangen Sie an, Ihr Leben zu ändern. Die Zeit ist reif für Bikram-Yoga!

Dieses Buch wird Ihr Leben verändern und könnte es sogar retten. Aber zunächst sagt der Autor dem Leser einige Dinge, die er vielleicht gar nicht hören möchte. Er sagt dem Leser nicht, was dieser hören will, sondern was er hören muss. Er sagt ihm die Wahrheit.

Der Autor
Bikram Choudhury, geboren 1946 in Kalkutta, praktizierte bereits mit vier Jahren Hatha-Yoga.

Mit 12 Jahren wurde er jüngster Yoga-Champion Indiens und verteidigte diesen Titel mehrere Jahre. Seit über 35 Jahren unterrichtet Bikram seine Yoga-Serie in den USA.

Heute zählt Bikram Yoga in den USA zu den erfolgreichsten Yogaformen.

Titel: Bikram-Yoga
Untertitel: Der Weg zu Gesundheit und innerer Zufriedenheit
Autor: Bikram, Choudhury
Auflage: 1
Auflage: 1
Veröffentlicht: 2008
Seitenzahl: 230
Preis: € 19,90
ISBN: 978-3-936994-93-3
Verlag: riva Verlag, München

Das Interview

Interview mit Bikram, Choudhury: Hot-Yoga
Bikram Choudhury, der Vorreiter des Hot Yoga, zeigt Ihnen den wahren Weg, wie Sie Körper, Geist und Seele in Einklang bringen und neue Lebenskraft schöpfen. Basierend auf einem Jahrhunderte alten und wissenschaftlich nachgewiesenen Gesundheitskonzept, werden Sie mit nur 26 Stellungen des Hot Yoga Ihren Körper neu formen und zu Ihrem inneren Gleichgewicht zurückfinden.

BONA VITA: Wann sind Sie das erste Mal in die USA gekommen? Haben Sie die Probleme der Amerikaner, die Sie in Ihrem Buch beschreiben, wie das Überangebot an Essen, gleich erkannt oder haben Sie das erst durch Beobachtung und Erfahrung gelernt?

Bikram Choudhury: Nein, das habe ich nicht gleich erkannt. Ich kam 1970 das erste Mal in die USA, nachdem ich meine eigene Ausbildung bei meinem Guru beendet hatte. Erst als ich selbst in den USA und Europa unterrichtet habe, habe ich auch die Probleme der Menschen dort erkannt.

BONA VITA: Wie kamen Sie auf die Idee, Hot-Yoga zu lehren? Es ist ja eher ungewöhnlich in so heißen Räumen zu trainieren.

Bikram Choudhury: Ich begann im Februar 1970, als ich in Tokyo war, meine Trainingsräume so stark zu heizen. Das lag daran, dass es dort um diese Jahreszeit extrem kalt ist. In Indien dagegen ist es immer relativ warm und das macht Yoga sehr einfach. In Tokyo kamen über 130 Botschaftsangestellte aus Europa und den USA und es war erschreckend, wie unbeweglich sie alle waren. Ihre Körper konnten gar nichts. Also begann ich, den Raum langsam aufzuheizen, damit die Muskeln und der ganze Körper flexibler wurden.

BONA VITA: Was ist der Unterschied zwischen Bikram-Yoga und normalem Hatha-Yoga, mal abgesehen von der Raumtemperatur?

Bikram Choudhury: Also im Prinzip lehre ich Hatha-Yoga. Die meisten Menschen, die in meine Stun-den kommen, sind krank. Sie leiden schon lange an chronischen Krankheiten oder Verletzungen. Deswegen muss man den ganzen Körper vom Knochen bis zur Haut verändern. Das ist keine leichte Aufgabe und nur möglich, wenn man zusätzlich zu den normalen Yoga-Übungen den Körper aufheizt. Es ist wie mit einem Stück Stahl: Wenn man daraus ein Messer machen will, muss man es erst erhit-zen, um es formen zu können. Das ist genau das, was ich mache: Ich schmelze den alten, schlechten Körper und forme daraus einen neuen gesunden.

BONA VITA: Also eigentlich wie ein Künstler?

Bikram Choudhury: Ja, genau. Im Prinzip bin ich eine Art Bildhauer.

BONA VITA: Muss man bereits Vorkenntnisse haben, um Bikram Yoga machen zu können oder kann man auch als absoluter Laie sofort mit einsteigen?

Bikram Choudhury: Man muss vorher gar nichts über Yoga wissen. Jeder kann in eine Bikram-Yoga Stunde kommen und die traditionellen Sequenzen der Asanas mitmachen. Das ist das Schöne daran: Absolut jeder kann mitmachen.

BONA VITA: Es ist also fast eher ein Vorteil, wenn man vorher noch nie Yoga in einem europä-ischen Studio gemacht hat?

Bikram Choudhury: Ja, das kann man so sagen.

BONA VITA: In Ihrem Buch sagen Sie, dass Bikram-Yoga zu einer besseren Gesundheit, zu Glück und einem völlig neuen Verständnis der Welt führt. Wie kann Yoga das Leben derartig verändern?

Bikram Choudhury: Es ist sehr schwer, das zu erklären. Man muss Yoga machen, um das zu erleben. Ich könnte jetzt stundenlang versuchen, es Ihnen zu erklären. Wenn Sie selbst kein Yoga machen, werden meine Worte für Sie keinen Sinn ergeben. Tun Sie es und erleben Sie es oder fragen Sie die 15 Millionen Menschen, die in den letzten 40 Jahren Bikram-Yoga gemacht haben. Sie werden Sätze hören wie „Bikram-Yoga hat mein Leben verändert“ oder sogar „Bikram-Yoga hat mein Leben gerettet.“ Niemand hat mehr erfolgreiche und berühmte Menschen trainiert als ich. Und sie machen das alle aus demselben Grund: Sie haben erlebt, was Yoga aus ihrem Leben macht.

BONA VITA: In Zeitungen und im Internet werden Sie oft als der Bad Boy des Yoga beschrieben. Wie passen Ihr Hobby, alte Autos zu sammeln und die Philosophie des Yoga zusammen?

Bikram Choudhury: Fast jeder erfolgreiche Mensch auf dieser Welt hat ein Hobby. Einige gehen an-geln, manche fahren Ski, wieder andere sammeln Briefmarken, Münzen oder alte Möbel. Bereits als Kind haben mich Autos fasziniert und ich habe angefangen, mich mit ihnen zu beschäftigen. Heute kann ich ohne anzugeben behaupten, dass ich ein Experte in Automobilgeschichte bin. Auf diesem Gebiet bin ich eine wandelnde Enzyklopädie. Es ist eben eine Leidenschaft von mir, möglichst viel darüber zu lernen. Und ich sammle die Autos ja nicht nur. Ich kaufe alte heruntergekommene Schrott-autos und restauriere sie Stück für Stück mit meinen Händen und meinem Wissen.

BONA VITA: Was war das letzte Auto das Sie gekauft haben?

Bikram Choudhury: Das war ein Rolls Royce, den meine Schüler in Osaka für mich gefunden haben. Der Besitzer des Wagens ist mit dem Auto durch das Garagentor gefahren. Und nachdem der Besitzer auch schon 82 Jahre alt war, wollte seine Frau nicht, dass er noch fährt. Da habe ich das Auto gekauft und werde es jetzt restaurieren.

BONA VITA: Sie kritisieren oft andere Yoga-Trainer in den USA. Warum glauben Sie, dass Ihre Art Yoga die einzig wahre ist?

Bikram Choudhury: Das glaube ich nicht nur, das weiß ich. Und mein Erfolg gibt mir absolut recht. Das Problem in den USA ist, dass das sogenannte Yoga, das dort gelehrt wird, eigentlich nichts mit dem zu tun hat, was wir Inder Yoga nennen. Ein Beispiel, um zu veranschaulichen, was ich meine: Wenn Sie nach Japan gehen und Sushi bestellen und dann Curry darüber streuen, was erhalten Sie dann? Nichts Halbes und nichts Ganzes. Das ist dann weder japanisch noch indisch. Es ist Müll. Genauso ist es beim Yoga. Wir Inder wollen nicht, dass an unserer Jahrtausende alten Tradition herumgepfuscht wird.

BONA VITA: Wenn Sie mal vergleichen: Ist es einfacher Indern Yoga beizubringen als Ameri-kanern? Haben Inder einen leichteren Zugang zu der Lebensphilosophie, die dahinter steht?

Bikram Choudhury: Ja und nein. Das letzte Mal habe ich 1969 Yoga in Indien gelehrt. Deswegen weiß ich nicht genau, wie es heute ist, aber der Inder an sich ist eher faul, was Sport betrifft. Trotzdem ha-ben wir Inder von der Veranlagung her eine gute physische Konstitution. Außerdem sind wir sehr ent-spannte Menschen, was natürlich für Yoga sehr gut ist. In Amerika sind die Menschen sehr hektisch und stehen eher unter Druck, als die Inder. Das wirkt sich natürlich auf den Zustand des Körpers aus. Ich sage immer, wenn man wissen will, wie man eine gute Wirtschaft aufbauen kann und Geld verdient, soll man nach Amerika oder Deutschland gehen. Wenn man aber lernen will, wirklich zu leben, muss man nach Indien gehen.

BONA VITA: Glauben Sie, dass es wirklich möglich ist, Yoga aus einem Buch zu lernen?

Bikram Choudhury: Ja, natürlich. Es kann sein, dass es etwas länger dauert, als wenn man in ein Yoga-Studio geht, aber möglich ist es auf jeden Fall. Mein erstes Buch ist bereits vor vielen, vielen Jahren erschienen und verkauft sich immer noch. Ich war auf Platz 1 der Bestsellerlisten, vor Harry Potter. Wenn es nicht möglich wäre, Yoga aus einem Buch zu lernen, würden sich meine Buch nicht so gut verkaufen.

BONA VITA: Und jetzt zu meiner letzten Frage: Kann man von Yoga profitieren ohne gleich die gesamte Philosophie anzunehmen?

Bikram Choudhury: Wenn man Yoga macht, verändert sich nicht nur der Körper, sondern auch der Geist. Nach und nach geht einem die Lebensart der Yogis in Fleisch und Blut über. Man muss sich nicht von Anfang an voll darauf einlassen. Das kommt mit der Zeit automatisch.

BONA VITA: Bikram Choudhury, vielen Dank für dieses interessante Gespräch.

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