Daheim statt ins Heim

Okt 14th, 2009 | By wolfabo | Category: ALLGEMEIN

Spezielles Auswahlverfahren für Betreuerinnen in Polen

Während es in Deutschland mehr als einhunderttausend illegal in der Altenpflege arbeitende Menschen, vorwiegend aus den ehemaligen Ostblockstaaten wie Polen, Rumänien, Bulgarien, etc.  gibt, geht die Vermittlungsagentur für polnische 24h-Betreuung andere Wege. Die von der Agentur vermittelten Betreuerinnen aus Polen arbeiten durchweg legal in Deutschland.

Am 26. Mai 2009 veranstaltete die Vermittlungsagentur für polnische 24h-Betreuung eine Pilotveranstaltung in Kielce, Polen, mit einem speziell entwickelten Auswahlverfahren für polnische Betreuerin-nen, die in Deutschland zum Einsatz kommen sollten.

Ideengeber, Begleiter und Berater für Art und Ablauf des Auswahlverfahrens war der Personalauswahlspezialist Manfred Meister, der unter anderem über jahrelange Erfahrung bei der Auswahl von über tausend Verkaufsberatern für die Automobilhersteller VW und Audi verfügt.
Mit seiner Hilfe wurden ein Anforderungsprofil und die entsprechende Übungen entwickelt, mit denen die Betreuerinnen geprüft wurden.
Es wurden nicht nur die Deutschkenntnisse der Betreuerinnen, ihre körperliche und psychische Belastbarkeit, sondern auch die Fähigkeit zur Aktivierung der zu betreuenden Personen in simulierten Life-Situationen getestet und bewertet.

Aufgrund der Erfahrung wurde auf die Fähigkeit zur Aktivierung von zu betreuenden Personen besonderer Wert gelegt, denn viele Betreuerinnen nehmen oft den Betreuten in gut gemeinter Absicht das Heft aus der Hand. Ergebnis ist dann, dass Senioren und Kranke auch nicht mehr das machen, was sie eigentlich noch machen könnten und in der Folge noch unselbständiger werden.

Das Betreuerinnen-Profil wird demnächst auf die Internetseite http://www.polnischepflegekraefte.de gestellt. Hier können Angehörige abstimmen, welche Eigenschaften, Verhaltensweisen und Persönlichkeitsmerkmale sie sich bei einer 24h- Betreuerin für ihre Angehörigen wünschen. Bei Überarbeitung der Auswahlkriterien werden diese Ergebnisse dann mit einfließen.

Von den acht getesteten Personen wurden bislang fünf vermittelt. Die nach ihrer Zufriedenheit mit den Betreuerin-nen befragten Angehörigen äußerten sich ausnahmslos positiv.
Der Geschäftsführer, Herr Eifländer: „Wir treiben einen hohen Aufwand bei der Personalauswahl. Ich bin aber überzeugt, dass es sich langfristig für alle lohnt und deshalb werden wir damit weiter machen. Für die Betreuerin-nen, die „durchfallen“, weil sie z.B. nicht gut genug Deutsch sprechen können oder zu dominant sind, werden wir künftig Schulungen anbieten, damit sie sich weiter qualifizieren können und dann unseren Anforderungen entspre-chen.

Quelle: Vermittlungsagentur für polnische 24h-Betreuung

Fotos: Diakonie

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