Der Herrscher der Seelen

Sep 7th, 2008 | By wwhep | Category: EX LIBRIS

Ein großes Abenteuer-Fresko über das frühe Mittelalter

Ein Mönch des Klosters St. Gallen bricht kurz vor der ersten Jahrtausendwende mit einem gefährlichen Auftrag nach Osten auf. Er soll ein Friedensangebot des Papstes an die Magyaren überbringen. Doch ein geheimnisvolles Medaillon führt zu seiner Verschleppung und zahlreichen Verwicklungen. Róbert Hász ist mit »Der Herrscher der Seelen« ein eindrucksvoller Roman gelungen: ein raffiniert komponiertes Mittelalter-Epos.

Sankt Gallen, im Jahr 973. Der Mönch Alberich bekommt einen heiklen Auftrag. Er soll die Legende seines Lehrers Stephanus Pannonius für dessen Heiligsprechung verfassen. Doch schon vor der Niederschrift entdeckt er, dass Stephanus keinen Märtyrertod gestorben ist, sondern sich ganz in der Nähe des Klosters versteckt hält. Von ihm erfährt er eine ganz andere Version einer abenteuerlichen Reise: Kurz nachdem er den sicheren Boden Bayerns verlassen hat, wird Stephanus von Turken verschleppt. Ein Vogel-Amulett bringt ihn mehr und mehr in Schwierigkeiten.

Plötzlich ist für ihn auf nichts mehr Verlass, nicht einmal auf die eigene Herkunft. Warum beherrscht er Bruchstücke einer ihm unbekannten Sprache?

Nach und nach werden Stephanus die eigentlichen Gründe für seinen Auftrag klar. Doch dies missfällt dem Abt des Klosters. Um ihn zum Schweigen zu bringen, wird er kurzerhand für tot erklärt …

Róbert Hász inszeniert ein Spiel um Legenden und Wahrheit, ein Spiel um die Macht der Geschichtsschreibung. Und dies in einem mythenreichen Roman, angesiedelt in einer faszinierenden Umbruchzeit.

Der Herrscher der Seelen – Roman

Aus dem Ungarischen von Andrea Ikker (Orig.: A Künde)
Auflage: 1. Aufl. 2008
Ausstattung: Gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 350
Verlag: Klett-Cotta
ISBN: 978-3-608-93768-8
Preis: EUR [D] 21.50 / SFr [CH] 41.30

Der Autor

Róbert Hász wurde 1964 in der Voivodina, im ehemaligen Jugoslawien, geboren. Als Angehöriger der ungarischen Minderheit siedelte er 1991 nach Szeged (Ungarn) um.

Dort arbeitet er als Autor und Redakteur der Literaturzeitschrift »Tisztatój«. Seine drei Romane (zuletzt »Für alle Ewigkeit«, Klett-Cotta) wurden ins Deutsche und Französische übersetzt.

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