Obst und Gemüse auf Vorrat
Ob Rotkohl, Gurken oder Schattenmorellen - das Angebot an Obst- und Gemüse aus Glas und Dose ist ausgesprochen vielfältig. Doch die praktischen Helfer auf Vorrat erleichtern nicht nur das Küchenleben, sie sind auch aus ernährungsphysiologischer Sicht zu empfehlen. “Lebensmittel aus der Dose haben einen ähnlich hohen Nährwertgehalt wie Lebensmittel, die nach haushaltsüblichen Garmethoden frisch zubereitet werden”, weiß Falk Glauner vom Institut für Lebens-mittelqualität in Willich, der in Zusammenarbeit mit der Hochschule Niederrhein aktuell die Qualität von Dosen-Lebensmitteln untersuchte. Tomaten aus der Dose sind selbstgekochten Tomatenzubereitungen im Nährwert sogar haushoch überlegen. Ob aber Dose oder frisch gekocht: Das Wichtigste ist, nach dem Motto “5 Portionen am Tag” überhaupt ausreichend Obst und Gemüse zu essen, sagt der Lebensmittelchemiker. In Deutschland werden bei der Herstellung von Obst- und Gemüsekonserven in Haushaltspackungen keine Konservierungsstoffe verwendet. Dosenkonserven, auch Vollkonserven genannt, werden ähnlich wie beim Einmachen auf über 100 Grad erhitzt und anschließend in luftdicht schließende Dosen oder Gläser verpackt. Da der Inhalt also bereits gegart ist, genügt es, Erbsen & Co. den Vitaminen zuliebe nur kurz zu erwärmen. “Vorratshaltung ist in den Haushalten heute allerdings nicht mehr so das Thema, denn viele Supermärkte haben bis 22 Uhr geöffnet”, sagt Monica Volk vom Deutschen Hausfrauen-Bund. “Vorratshaltung beinhaltet Produkte, von denen ich weiß, dass ich sie auch verarbeite. Bei mir sind das beispielsweise Schattenmorellen für Kuchen.” Wer sich einen Vorrat für Überraschungsgäste und die schnelle Küche zulegen möchte, sollte die Dosen möglichst kühl, trocken und dunkel aufbewahren. Wichtig ist, den Vorratsschrank zwei Mal pro Jahr durchzusehen und dabei auf den Dosen und Gläsern das Mindesthaltbarkeitsdatum zu kontrollieren. Bei innen beschichteten, geöffneten Dosen kann man den Restinhalt von einem Tag auf den anderen im Kühlschrank aufheben. Quelle & Foto: CMA
“Mit Antipasti oder in Essig eingelegten Gemüsearten lässt sich jedes kalte Abendbrot schnell und einfach aufpeppen”, erklärt die Freiburger Ernährungswissen-schaftlerin Dagmar von Cramm. Gemüse aus Glas und Dose wie Mixed Pickles, Gurken, Karotten-, Sellerie- oder Weißkrautsalate punkten mit reichlich sekundären Pflanzenstoffen. Darüber hinaus sorgen sie dafür, dass der abendliche Brotsnack im Kalorienlimit bleibt. Auch verarbeitetes Obst wie Apfelmus oder Pflaumen sind unter Nährstoffaspekten positiv zu bewerten. “Kompott ist ein bisschen aus der Mode gekommen, aber eine ausge-zeichnete, kalorienarme Dessert-Alternative”, so die Expertin. Obstkompott mit einer Kugel Eis kombiniert oder auch nur mit Nüssen bestreut, liefert nicht nur eine gute Nährstoffzusammensetzung, sondern dazu auch wertvolle Ballaststoffe und Flüssigkeit. Für Kinder und Ältere ist die leichte Verdaulichkeit von Apfelmus und Co. hervorzuheben.


