SENIOREN – WG STATT SENIORENHEIM

Mrz 3rd, 2008 | By admin | Category: ALT & JUNG

WOHNUNGSALTERNATIVE FÜR ÄLTERE
Alleine leben oder in ein Heim gehen? Im Alter zu vereinsamen, davor haben viele Menschen Angst. Für Senioren, die ihre Eigenständigkeit behalten und soziale Kontakte pflegen wollen, kann das Wohnen in einer Wohngemeinschaft durchaus eine Alternative sein.

Besonders für gesellige und kommunikative Menschen eigne sich das Wohnen in einer Senioren-WG, sagt Erika Rodekirchen vom Verein “Neues Wohnen im Alter” in Köln. Der klare Vorteil sei, dass man sich gegenseitig stützen und einander helfen könne. Bei Gruppen aus etwa gleichaltrigen Menschen kennt man seine Mitbewohner mit der Zeit sehr gut, auch ihre einzelnen Wehwehchen. So ist eine gegenseitige Unterstützung möglich – ohne dass es unangenehm ist, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Damit es nicht zu unnötigen Reibereien im WG-Alltag kommt, ist es wichtig, dass die Bewohner gut zusammen passen. Über einige grundsätzliche Dinge sollten sich die Senioren im Vorfeld klar werden. Sehr unterschiedlich ist dabei das Bedürfnis nach persönlichen Freiräumen. Wer immer allein gewohnt hat, kann sich vielleicht zunächst gar nicht vorstellen, mit anderen Bad und Küche zu teilen.

GEGENSEITIGE UNTERSTÜTZUNG IM ALLTAG – EINE GEEIGNETE WG FINDEN
unterstützt. Interessierte Senioren können sich dort informieren, ob es in ihrer Stadt entsprechende Projekte gibt. Es gibt deutschlandweit Einige bereits bestehende Wohngemeinschaften werden von öffentlichen Trägern wie Kommunen, Sozialämtern oder WohlfahrtsverbändenBeratungsstellen, zu denen man gehen und bei denen man sich kostenlos informieren kann.
Auch wer Eigeninitiative ergreift und selbst eine Wohngemeinschaft gründen möchte, findet bei den Beratungsstellen Hilfe. Gemeinsam werden dort Konzepte für ein gemeinschaftliches Wohnen entwickelt. Außerdem gibt es Hilfestellung bei der Suche nach geeigneten Partnern geholfen.

Info
Senioren-WG übers Internet
Um neue Mitbewohner zu finden, kann man im Internet in diversen Portalen Kontakte knüpfen. Dort hat man die Möglichkeit, seine Wünsche zu äußern, man kann sich austauschen und man trifft sich unverbindlich mit den Menschen, mit denen man sich ein Zusammenwohnen vorstellen kann.

AUF BEDÜRFNISSE ACHTEN
Die Voraussetzungen für ein Zusammenleben sollten genau geprüft werden. So sind die Lebenssituationen der einzelnen Mitbewohner – z. B. unter anderem die finanziellen Möglichkeiten – wichtig und sollten nicht zu weit auseinander liegen. Auch über die Regeln des Zusammenlebens müssen sich die Senioren im Klaren sein. Eine eigene Hausordnung ist sinnvoll: Kann uneingeschränkt Besuch empfangen werden? Sind Haustiere erlaubt? Wenn ja, welche Art von Haustieren? Auch gemeinsame Aktivitäten müssen im Vorfeld besprochen werden: Soll immer gemeinsam gegessen werden? Welche Mahlzeiten sollen gemeinsam eingenommen werden? Wer putzt wann und wer kauft wann ein? Werden gemeinsame Aktivitäten, z. B. Wandern, Schwimmen, Radfahren, Ausflüge, etc. gewünscht?

Bei Senioren kommt zu den ganz normalen WG-Problemen noch die Frage der Hilfsbedürftigkeit hinzu. Die Bewohner können sich bis zu einem gewissen Grad gegenseitig unterstützen. Erst recht dann, wenn der ein oder andere WG-Bewohner früher einen Heilberuf hatte (Arzt/Ärztin; Krankenschwester/-pfleger; Physiotherapeut/-in, etc.) Wenn diese Hilfe nicht mehr von der WG geleistet werden kann, gibt es die Möglichkeit, einen ambulanten Pflegedienst zu engagieren. Bei der Lage der Häuser ist auf eine gute Infrastruktur zu achten. (Zentrale Lage, zu Fuß erreichbare Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, etc.). Besonders wichtig sind auch die Gemeinschaftsflächen, also die Räume im Haus, die gemeinschaftlich genutzt werden. Denn die fördern soziale Aktivitäten.
Zoff in einer Senioren-WG kommt immer mal vor. Wichtig sind offene Auseinandersetzungen, gemeinsame Diskussionen und die Bereitschaft zu Kompromissen.
Es dauert natürlich oft eine Weile, bis das passende Projekt gefunden ist.

BETREUTES WOHNEN
Als Formen gemeinschaftlichen Zusammenlebens kommt jedoch nicht nur die klassische Wohngemeinschaft in Frage. Viele ältere Menschen entscheiden sich für Betreutes Wohnen: Hier lebt jeder in seiner eigenen Wohnung. Von einem gemeinnützigen Träger werden bestimmte Pflegeleistungen wie Essensdienst, Einkaufsservice, Bewachung, Pflegedienste und Veranstaltungen (Frühstück, Nachmittagskaffee, Vorträge, etc.) angeboten, die je nach individuellem Bedarf in Anspruch genommen werden können.

HAUSGEMEINSCHAFTEN
Hausgemeinschaften sind eine weitere Möglichkeit des Zusammenlebens, bei denen Gleichgesinnte in einem gemeinsamen Haus, aber in getrennten Wohnungen, leben. Dort gibt es Gemeinschaftsräume, die von allen genutzt werden können. Manchmal sind auch hier spezielle Angebote wie Pflegedienste angebunden. Je nach Pflegegrad kann die Wohngemeinschaft auch von einem Betreuungsteam ambulant versorgt werden.

JUNG UND ALT IN EINEM HAUS
Generationenhäuser sind eine weitere Alternative. Darin leben Menschen unterschiedlicher Generationen zusammen. Das hat den Vorteil, dass die Jungen sich um die Älteren kümmern können und die Jungen von den Erfahrungswerten der Älteren profitieren. Vor allem für Alleinerziehende mit Kindern bieten solche Häuser große Vorteile. Und die älteren Menschen wissen, dass ein junger Mensch da ist, der ihnen helfen kann.

Foto: PhotoDisc

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3 comments
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  1. Guten Tag.Mein Name ist Adi Kretschmann,und ich hätte ihnen gerne mein Konzept, geprägt von sozialem Charakter ,vorgestellt:Unsere Konzept besteht darin,in landschaftlich reizvoller Umgebung gemeinschaftliche Mietobjekte für Menschen ab 55 Jahren zur Verfügung zu stellen .Es werden ausreichend soziale Räume zu gemeinschaftliche Nutzung vorhanden sein.Die Konditionen werden un sollten für eine breite Schicht der Bevölkerung auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bezahlbar sein und gleichzeitig neue Wohn- und Lebensqualität ermöglichen.Weitere Infos bitte unter: http://www.gemeinsamstatteinsam.eu.Für weitere fragen stehe ich ihnen natürlich jederzeit zur Verfügung.Sollten Sie Gefallen an diesem Konzept finden,würden wir uns über eine Weiterempfehlung freuen. Mit freundlichen Grüßen Adi und Annette Kretschmann.

  2. Wohngemeinschaft Konzept Für Senioren ab55

  3. Unter http://senioren-wg-verzeichnis.de gibt es ein neues Senioren WG Verzeichnis, bei dem man kostenlos Angebote und Gesuche für eine Seniorenwohngemeinschaft eintragen kann.

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