SPÜRE DEINE URKRAFT

Aug 3rd, 2009 | By wolfabo | Category: EX LIBRIS

Die Intuitionsmethode

Haben Sie auch manchmal „nur so ein Gefühl“? Treffen Sie Ihre Entscheidungen ausschließlich nach logischen Gesichtspunkten – oder verlassen Sie sich ab und an auf Ihre Intuition? Und was ist das eigentlich – Intuition? Alle Welt spricht darüber, aber niemand kann sagen, was „es“ dem Grunde nach ist; wie, wann und warum man darauf zugreifen kann – oder auch nicht.

Weder esoterische Deutungen noch klinische Versuchsreihen der Hirnfor-schung liefern bisher zufriedenstellende Erklärungen zum Wesen der Intuition. Sicher ist lediglich, dass sie sich beileibe nicht nur der im Gehirn gespeicherten Erfahrungen bedient. Es braucht im Wortsinn Weitblick beim Ansteuern dieser Urkraft, deren großes Potential erst im Erkennen all ihrer Vernetzungen effektiv genutzt werden kann.

Dr. Verena Breitenbach und Stefan Esser bieten in diesem Sinne völlig neue Ansätze. Sie zeigen, was unsere Intuition ist, wie sie „funktioniert“, wo und wie wir sie orten und einen verlässlichen und befriedigenden Zugang zu ihr finden können und auf welche Weise uns das stark machen kann. Dabei wird auch mit dem Irrglauben aufgeräumt, man könne die Intuition als solche trainieren – wer sich seine Intuition „untertan“ machen will, wird scheitern. Wer aber methodisch, mit entsprechender Einstellung und verschiedenen Übungen, u. a. in Tiefenentspannung, seine Wahrnehmungsfähigkeit und Achtsamkeit schärft, wird seine Intuition bald nicht mehr nur als „Zufalls-besuch“ erleben.

Im ersten und zweiten Teil erklärt das Buch die notwendigen verstandes-mäßigen Einsichten und Zusammenhänge, um im dritten Teil mit konkreten Übungen (auch mit Hilfe der beigelegten Audio-CD) den Zugang zur eigenen Intuition freizumachen. So bekommt man mit der „Intuitionsmethode“ seinen ganz persönlichen, verlässlichen Lebenskompass.

Zu den Autoren
Dr. Verena Breitenbach ist Ärztin, Trainerin, Autorin und Journalistin. Nach Medizinstudium und Facharzt-Ausbildung absolvierte sie Zusatzausbil-dungen in Naturheilkunde, Zytologie, Onkologie, Psychosomatik, Kinesiologie, NLP, Präventiv- und Anti-Aging-Medizin. In ihrer eigenen Frauenarzt-Praxis arbeitet sie nach den Grundsätzen ganzheitlicher Medizin.
Bekanntheit erlangte sie durch ihre TV-Reihe „Dr. Verena Breitenbach“ (Pro 7, 2002 – 2003). Neben Auftritten in Fernseh- und Radiosendungen verfasst sie regelmäßig Beiträge und Kolumnen für verschiedene Zeitschriften und hat etliche Bücher und CDs publiziert.
Zudem berät sie in VHS-Kursen, an Schulen und in Jugendheimen.

Stefan Esser (geb. 1947), Journalist und Autor, beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit humanistischer Psychologie, insbesondere mit der Wirkung von äußeren Erlebnissen und inneren Vorstellungen auf Intellekt und Psyche und den Möglichkeiten, hier positiv zu gestalten. Als Journalist publizierte er in Magazinen häufig über soziale, psychosoziale, esoterische und politische Themen, verfasste diverse Bücher (u. a. über Hypnose) und produzierte diverse Entspannungs- und Selbsthilfeprogramm-CDs zu Themen wie Naikan, Auflösung leichter Traumata, Intuition und Kommunikation.

Titel: Spüre deine Urkraft!
Untertitel: Die Intuitionsmethode
Autoren: Dr. Verena Breitenbach / Stefan Esser
Verlag: Mankau Verlag
1. Aufl. 30. Juli 2009
Preis: 19,95 Euro (D) / 20,60 Euro (A)
Ausstattung: Hardcover mit Audio-CD
ISBN: 978-3-938396-29-2

Quelle & Fotos: Mankau-Verlag

Interview mit Dr. Verena Breitenbach und Stefan Esser

„Intuition schafft Lebensfreude!“

„Es ist höchste Zeit, dass wir uns wieder mehr als komplette Menschen begreifen, mit einem guten Verstand, dem Unterbewusstsein mit all seinen Vernetzungen und der Intuition. Intuition arbeitet meistens schneller und zuverlässiger als der Intellekt; wir müssen nur die Intuitionskanäle trainieren.“ Dr. Verena Breitenbach und Stefan Esser wollen mit ihrem Ratgeber „Spüre deine Urkraft!“ jedem Leser ermöglichen, den Zugang zur eigenen Intuition zu verbessern, um diese Kraft optimal zu nutzen.

BONA VITA: „Intuition“ ist in. So könnte man in Kurzform den Trend bezeichnen, der sich in Esoterik- und Managementseminaren beobachten lässt. Wie sehen Sie diese Entwicklung?

Breitenbach: Das Wort „Entwicklung“ ist mir lieber als „Trend“. Denn es geht ja nicht um eine oberflächliche Entwicklung, sondern darum, dass viele Menschen, die rein intellektuell beziehungsweise rational denken, wenig Urvertrauen in ihre eigenen Kräfte haben – und dass man diesen Zustand der Verunsicherung über eine gute Intuitionsarbeit auflösen kann. Intuition ist eine eigene Form der Intelligenz, mit der man vieles sozusagen plötzlich weiß. Da kommen dann Patientinnen zu mir, die schon ganz gut spüren, wo was bei ihnen nicht ganz in Ordnung ist. Und häufig – das ist für mich als Ärztin ein wichtiger Punkt – kommen sie durch ihre intuitive Eingebung genau rechtzeitig zu mir. Dadurch können gesundheitliche Probleme meist gut gelöst werden.

Esser: Wenn es einen Trend gibt, dann sicher den, dass Menschen authenti-scher, selbstbestimmter leben wollen. Dass das nicht nur über intellektuelle Schienen funktionieren kann, wird nun verstärkt erkannt. Man entdeckt  selbstverständlich immer im Verbund mit dem Intellekt  mehr und mehr den Bereich der mentalen Kräfte, sagen wir besser der geistigen Kräfte, und zwar weitab von irgendwelcher watteweichen Esoterik. Es ist auch höchste Zeit, dass wir uns wieder mehr als komplette Menschen begreifen, mit einem guten Verstand, der aber als mächtigen Unterbau das Unterbewusstsein mit all seinen Vernetzungen hat.

BONA VITA: Was bedeutet eigentlich „Intuition“? Ist sie eher der gefühls-mäßige Gegenspieler zur rationalen Analyse oder eine ganzheitliche Betrachtung menschlichen Wissens und Handelns?

Esser: Gegenspieler?  Ganz klar nein. Gefühlsmäßig – auch nur mit Einschrän-kungen. Erstens: Ein „Gegen“ würde dem Prinzip der Ganzheit widersprechen. Vielmehr muss beides kooperieren, die rationale Analyse allein würde uns ziemlich hilflos dastehen lassen. Intuition ist eine wichtige Urkraft, die uns schon lange vor der Entwicklung von Intellekt und Ratio zur Verfügung stand. Sie ist oft viel schneller und zuverlässiger als der Intellekt, weil sie nicht logisch abwägen muss und ganz sicher nicht nur mit der Datenbank Gehirn arbeitet. Sie korreliert über unvorstellbar viele andere Bereiche. Die befinden sich  auch wenn die Wissenschaft, die sich mit der Erforschung der Intuition durch ihre Beschränkungen recht schwer tut, es bisher nicht so sieht – nicht nur in unserem Körper; es gibt hier große Vernetzungen auf einer Art Meta-Ebene, die wir über entsprechendes Training besser anzapfen können. Vergessen Sie nicht: Wenn die Muse den Komponisten oder Dichter trifft, werden schließlich nicht nur im Gehirn gespeicherte persönliche Lebenserfahrungen zu Papier gebracht. Menschen bringen oft Leistungen hervor, die nichts mit ihrem bisherigen persönlichen Leben zu tun haben. In der Sprache gibt es dafür viele Begriffe, wie etwa „der göttliche Funke“ oder „von der Muse geküsst“… Und noch zum Zweiten, zum Gefühl: Bei Intuition wird immer von „Bauchgefühl“ gesprochen, schnell ist man über das Wort Gefühl auch bei Emotionen. Diese sind aber nur reaktive Gefühle, wir haben sie als Reaktion auf wechselnde Situationen. Wenn Intuition über diese Ebene laufen würde, wäre sie unzuver-lässig wie das Fähnchen im Wind. Sie läuft aber über die tiefere Ebene der unabdingbaren Gefühle. Zum Verständnis ein Beispiel: Mutter und Vater sind stinksauer auf ihr Kind, weil es eine antike Vase heruntergeworfen hat. Der Ärger ist emotional-reaktiv. Aber dennoch lieben sie doch ihr Kind für immer und ewig – das ist das unabdingbare, tiefe Gefühl. Und über diese stabile Ebene läuft die Intuition, ganz einfach deshalb, weil sie nicht von uns Einzelwesen abhängig ist.

BONA VITA: Wie finden wir den besten Zugang zur Intuition? Was sind die individuellen Voraussetzungen, was sind die geeigneten Übungen, um die „Urkraft“ zu trainieren?

Breitenbach: Früher hat man die Intuition eher etwas belächelt und sie als typisches Hobby naiver Frauen gesehen, weil man bei intuitiven Eingebungen nicht nachdenken muss. Das war vielleicht ärgerlich, aber heute können Frauen stolz darauf sein, dass sie vielleicht von Natur aus tatsächlich unverkopfter, spontaner auf die Intuition zu- und mit ihr umgehen. Im Prinzip müssen wir den Zugang zu ihr nicht suchen, wir haben ihn von Natur aus. Aber wir können den Zugang verbessern und damit die intuitiven Botschaften klarer empfangen. So wie man auch einen besseren Empfang hat, wenn man beim Radio oder Fernsehen die Antennen immer wieder mal justiert. Dieses Justieren ist vergleichbar mit den methodischen Übungen im Buch.

Esser: Wir Menschen scheitern in unserer Hybris oft daran, dass wir meinen, alles müsse sich nach unseren Ansichten und Bedürfnissen richten; in der Konsequenz leidet nicht nur unsere Um- und Mitwelt. Wer denkt, er könne die Intuition nach seinem Gusto „erziehen“, wird keinen Erfolg haben. Vielmehr müssen wir ein bisschen an uns selbst arbeiten, um bessere Kanäle über unsere individuelle Intuition bis hin zu einer Art global vernetzter Intuition zu schaffen; und wir sollten, etwa mit entsprechenden Übungen wie in unserem Buch, auch eine bessere Wahrnehmung entwickeln, um häufiger intuitive Botschaften aufzufangen. Um sich hier wirklich breitbandig zu sensibilisieren, arbeiten wir mit zwei Übungsbereichen: zum Einen mit den so genannten Alltagsübungen im Wachzustand, das sind viele kleine, interessante und die dumpfe Routine auflockernde Wahrnehmungsübungen, die alle Sinne schärfen und vernetzen; zum anderen Übungen mit Bilderreisen in Tiefenentspannung, also im Zustand abgesenkter Gehirnwellen. Das ist letztlich nichts anderes als der angenehme Zustand, den man mit Selbsthypnose, mit Autogenem Training erreichen kann. Hier kann man sich selbst gezielt auf eine bessere Öffnung zur Intuition führen. Die dem Buch beiliegende CD unterstützt dabei.

BONA VITA: Die Wissenschaften unterscheiden meistens zwischen „Intu-ition“ und „Intellekt“ und versuchen beide irgendwo im Gehirn zu lokalisieren. Was halten Sie von dieser Sichtweise und wo stößt diese an ihre Grenzen?

Breitenbach: Ich staune als Ärztin immer wieder über das intuitive „Körper-wissen“, auf das sich Patienten zu Recht verlassen. Intuition ist für mich eine Art natürlicher Schwingung, die zum Beispiel besonders deutlich schwangere Frauen spüren und dann oft selbst besser als der Arzt wissen, wie sie handeln müssen. Was aber soll die Wissenschaft dazu sagen, wenn sie noch lange nicht die Geheimnisse dieser faszinierenden intuitiven Abläufe erkennen und intel-lektuell filetieren kann? Man sollte sich hier keinesfalls irritieren lassen, Wissenschaft ist nicht die letzte unantastbare Wahrheit. Natürlich brauchen wir die vielen guten Bemühungen der Wissenschaft. Aber sie ist nicht das Maß aller Dinge, sie liegt auch manchmal falsch …

Esser: … Das zeigen auch die geradezu krampfhaften Bemühungen, die Intuition ständig nur im Gehirn lokalisieren zu wollen, als eine Art zusätzliche Spielerei der Intelligenz, bei der ausschließlich im Gehirn gespeicherte Informa-tionen abgerufen werden können, die man aus bisherigen Lebenserfahrungen gespeichert hat. Wenn das wirklich das ganze Wissen wäre, auf das die Intuition zugreifen kann, wäre das sehr mickrig, und viele gewaltige und rational nicht erklärbare geistige Sprünge, die der Mensch geleistet hat, hätten nie stattfinden können.

BONA VITA: „Law of attraction“ – „Gesetz der Anziehung“ lautet eine moderne Zauberformel des Erfolgs, wonach man seine Wünsche nur in der richtigen Form an das Universum richten müsse, und schon bekommt man alles, was man braucht. Worin besteht der Unterschied zur Intuitionsmethode?

Esser: Das trendige Law of attraction ist eine uralte Geschichte. Positives Denken, und alles läuft positiv – wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück … Man kann aber tatsächlich davon ausgehen, dass hier was geht: Schicke ich eine Art energetisches Gedankengut konzentriert an ein, sagen wir, Gesamtnetz – Esoteriker sagen „Kosmos“, Religiöse sprechen vom „Gebet zu Gott“ –, kann tatsächlich eine gute, starke und hilfreiche Antwort kommen. Bei den meisten Wünschebüchern sehe ich aber das Problem, dass man so tut, als müsse man nur eben mal etwas vor sich hin wünschen, und alles wird sich erfüllen. Ich wiege 150 Kilogramm, wünsche mir einen schlanken Körper, stopfe weiter meine Chips und Schweinshax‘n in mich hinein, denn nun wird ja alles von selbst kommen… Verspricht man einen tollen Erfolg völlig ohne Mühe, verkauft sich das natürlich besser. Man muss aber die Dinge nach den Natur-gesetzen der Verbundenheit und des Synchronismus sehen: Alles ist verbunden, und über diese Verbundenheit kann ich einen verstärkenden Gleichlauf der Bereiche und eine Kommunikation schaffen. Wenn ich also ohne Eigenaktivität und Eigenverantwortung auf die Erfüllung meiner Ziele respektive auf tolle intuitive Botschaften warte, bin ich weitgehend passiv, die Kommunikation ist einseitig. Wenn ich aber das mir Mögliche dazu tue, meinen Ist-Zustand klar anschaue und dann in meinem persönlichen Leben auch handle – bezogen auf das Beispiel etwa weniger esse und mit Sport anfange –, dann passiert nicht nur konkret etwas in meinem Körper, sondern ich sende auch gleichzeitig entsprechende Signale aus. Nur so kann ich gezielt Antworten generieren und starke intuitive Impulse empfangen, die mir bei der Reali-sierung meiner Pläne helfen.

BONA VITA: Was ist das Besondere der von Ihnen beschriebenen Intuitions-methode und worin besteht ihre Einzigartigkeit?

Breitenbach: Will man intuitive Botschaften erkennen und nutzen, muss man auf die ersten blitzschnellen Gedanken achten. Man darf nicht den Fehler machen, diese Gedanken Sekunden später intellektuell zu korrigieren, weil man „logisch“ zu denken beginnt und den ursprünglichen Gedanken dann für „undenkbar“ hält. Nachträgliche Korrekturen löschen die intuitive Botschaft gründlich aus! Nehmen wir den Feuerwehrmann, der im brennenden Haus blitzschnell und intuitiv entscheidet, wo er im dichten Rauch langgeht – es gibt viele Berichte, dass genau so etwa ein Kind aus einem Zimmer noch gerettet wurde. Ich weiß, dass manche rein logisch orientierte Menschen dies nur als Reaktion auf „irgendwas“ abtun. Da sage ich ganz entspannt: Stimmt, das Handeln des Feuerwehrmanns war die sofortige Reaktion auf seine intuitive Eingebung! Mit der Intuitionsmethode in unserem Buch schaffen wir erstens ein Verständnis über die Zusammenhänge, zweitens regen wir an, sich von so manchen Dogmen einfach mal frei zu machen, weil das beweglicher für die Intuition macht, um drittens mit Übungen die Zugänge zur Energieebene der Intuition sozusagen zu entrümpeln. Die meisten Entdeckungen der Wissen-schaft geschahen auf empirischem Weg, und genau diesen Weg geht die Intuitionsmethode.

Esser: Während andere weiterhin fruchtlose akademische Diskussionen über das Thema Intuition führen, kann man ganz individuell mit einer guten gedanklichen Einstellung und einigen Übungen die Urkraft Intuition gezielt ansprechen. Spaß machen die Übungen übrigens auch. Man lernt zudem ganz nebenbei die Prinzipien der angenehmen Selbsthypnose, und bei den Alltags-übungen öffnet sich das eigene Wahrnehmungsspektrum auf eine Weise, dass einem sogar das Herz aufgeht – das schafft auch Lebensfreude.

BONA VITA: Wer das organische Denken und die Intuition neu übt, wird Teil eines überindividuellen Erfahrungsnetzwerks. Ist dies die Wiederkehr eines verloren geglaubten Paradieses oder ergeben sich daraus ganz andere Herausforderungen für die Zukunft?

Esser: Paradies ist etwas sehr Problematisches. Es symbolisiert immer das Glück auf der anderen Seite, trennt uns vom Guten und Schönen, führt also zu einer pessimistischen Sicht der eigenen Situation. Das organische Denken, das diese Intuitionsmethode als wichtige Grundlage beschreibt, sieht die Chance für unser Glück im Jetzt und die Möglichkeit, dass wir selber auch daran arbeiten dürfen und sollten. Hier ist eine Erweiterung unserer noch längst nicht ausgeschöpften geistigen Fähigkeiten und ihrer Netzwerke ein hervorragendes Werkzeug.

Breitenbach: Unser Gehirn ist viel mehr als nur der Verstand. Die Hirnfor-schung macht zur Zeit bahnbrechende Entdeckungen, sie widmet zum Beispiel endlich dem Frontalhirn große Aufmerksamkeit, wo offenbar die Schaltstelle für wichtige mentale Prozesse sitzt und wohl auch intuitive Prozesse, durchaus im Verbund mit analytischen, ablaufen. Wir sollten hier selbstbewusst weiter forschen, aber endlich auch erkennen, dass jede Erkenntnis immer nur ein kleines Fenster aufmacht zu größeren Dingen, zu großen Prozessen, die wir in ihrer Gänze wohl nie begreifen werden. Müssen wir ja auch nicht. Die Herausfor-derung und Chance für uns ist doch, in gut trainierter Kommunikation die Kraft dieser Bereiche für unser Leben, unsere Entwicklung besser zu nutzen. René Descartes sagte „cogito ergo sum“ – ich denke, also bin ich. Aber Menschen, die nur denken, gibt es nicht. Vielleicht sollte man  auch im Blick auf seine intuitiven Möglichkeiten – besser sagen: Ich fühle, spüre und denke, also bin ich.

Danke für das Gespräch – Die Redaktion

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