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	<title>BONA VITA 50plus &#187; Dieselpreise</title>
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	<description>Das Onlinemagazin für Silver Ager</description>
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		<title>DIESEL-BOOM VORBEI</title>
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		<pubDate>Fri, 23 May 2008 16:18:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[ALLGEMEIN]]></category>
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		<category><![CDATA[Benzin]]></category>
		<category><![CDATA[Diesel]]></category>
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		<category><![CDATA[Dieselvorteile]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Dieselboom ist wohl endg&#252;ltig vorbei. Das sagt ein Blick auf die Dieselpreise an den Zapfsaeulen unseres Landes in diesen Tagen. Der Benziner ist wieder stark im Kommen und die Dieselkaeufer sitzen auf Ihren Kosten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Benziner inzwischen klar im Wettbewerbsvorteil</strong></h2>
<p>Liebe BonaVitanerinnen, liebe BonaVitaner,</p>
<p>in diesen Tagen kommt man an einem brisanten Thema nicht vorbei &#8211; an den landesweiten Dieselpreisen.</p>
<p><img class="alignleft" style="float:left;margin-right:10px" src="http://farm3.static.flickr.com/2040/2431274380_059bd77bb4_m.jpg" alt="Will W. Heppner" width="172" height="240" />Diesel ist jetzt teurer als <strong>Superbenzin</strong> und ein Ende ist nicht in Sicht &#8211; nach Expertenmeinungen soll <strong>Diesel </strong>noch teurer werden.</p>
<p>Da haben sich in der Vergangenheit unz&#228;hlige Autofahrer wegen des Verbrauchs- und Preisvorteils einen <strong>Diesel</strong>-Pkw angeschafft und dabei die h&#246;heren Anschaffungskosten sowie die h&#246;here Besteuerung in Kauf genommen &#8211; denn der Staat wollte nat&#252;rlich nicht zu viel Ersparnis zulassen. Er ist ohnehin der Nutznie&#223;er jeder Treibstoffpreiserh&#246;hung, alleine durch die Mehrwertsteuer.</p>
<p>Auch der Autoexperte Professor Ferdinand Dudenh&#246;ffer ist, wie viele andere Experten auch, davon &#252;berzeugt, dass der Pkw-Diesel seinen H&#246;hepunkt bereits &#252;berschritten hat und seine seit rund 20 Jahren andauernde Erfolgskurve nicht weiter fortsetzen kann, was in seiner aktuellen Marktuntersuchung an der <a title="Fachhochschule Gelsenkirchen" href="http://www.fh-gelsenkirchen.de ">Fachhochschule Gelsenkirchen</a> best&#228;tigt wird, was wir aber seit ein paar Tagen mit Blick auf die Zapfs&#228;ulen auch selbst erkannt haben.</p>
<p>Umfragen zufolge wollen inzwischen 80 Prozent der Autofahrer keinen PKW-Dieselantrieb mehr kaufen, wenn die Politik nichts unternimmt. Das einzige, was bei einigen Fahrzeugtypen noch f&#252;r den <strong>Diesel</strong> spricht, ist der Verbrauch &#8211; der relativiert sich jedoch sp&#228;testens dann, wenn, so wie es momentan aussieht, der <strong>Dieselpreis</strong> gegen&#252;ber dem Benzinpreis weiter klettert.</p>
<p><img class="alignright" style="float:right;margin-left:10px" src="http://farm4.static.flickr.com/3106/2515793657_a907ff03f3_o.jpg" alt="Diesel-Boom" width="300" height="200" />Wie m&#252;ssen sich Autofahrer f&#252;hlen, die sich f&#252;r einen <strong>Dieselmotor</strong> entschieden haben und die noch zus&#228;tzlich in Abgasreinigungssysteme investiert haben, wenn sie ein &#228;lteres Fahrzeug besa&#223;en? Und alles bei gek&#252;rzter Pendlerpauschale!</p>
<p>Betrug der <strong>Diesel</strong>-Anteil bei den in Deutschland verkauften Neuwagen 1995 nur 14,6 Prozent, ist der <strong>Diesel</strong>-Anteil bis 2007 auf rund 47,7 Prozent angewachsen. Diese Entwicklung l&#228;sst sich auch in Europa in &#228;hnlicher Weise nachvollziehen. Auf den Bereich <strong>Diesel</strong> entfallen f&#252;r West-Europa mittlerweile 53,3 Prozent. Dennoch deuten alle Anzeichen massiv daraufhin, dass sich diese Entwicklung langsam umkehrt, besonders durch die j&#252;ngste Dieselkraftstoff-Preisentwicklung in unserem Land. Partikelfilter, Kraftstoffpreise sowie politischer Druck aufgrund der EU-weiten Euro-5-Norm st&#228;rken dem Benziner zunehmend den R&#252;cken. Mit den f&#252;r den Diesel-Pkw gestiegenen Kosten und der Wartungsintensit&#228;t wurde das Segment damit schlagartig teurer.</p>
<p>Schon vor der <strong>Diesel</strong>-<strong>Preisexplosion </strong>hatten viele Autofahrer relativ neuer Diesel-Pkw durch die Einf&#252;hrung der <strong>Diesel-Umweltzonen</strong> in Deutschland ein erstes &#8220;Diesel-Trauma&#8221; erlebt.</p>
<p>Da alte <strong>Benziner</strong> die hohen Anforderungen bei Umweltzonen problemlos bew&#228;ltigen, <strong>Diesel</strong>-Fahrzeuge jedoch kostenintensiv nachger&#252;stet werden m&#252;ssen, wurden die Restwerte der &#8220;Problemdiesel&#8221; stark verschlechtert. Von den Kapriolen um die Nachr&#252;stungen betroffen sind vor allem Firmenwagen und gro&#223;e Transportfahrzeuge. Lies sich diese h&#246;here Diesel-Verteilung auf Firmen vor allem auf die h&#246;here Jahresfahrleistung zur&#252;ckf&#252;hren, kehrt sich dieses Argument, bedingt durch die j&#252;ngsten <strong>Dieselpreise</strong> ins Gegenteil um.</p>
<p>Zus&#228;tzlich gilt, dass bei gro&#223;en schweren Fahrzeugen der absolute Verbrauchsvorteil des Diesels gr&#246;&#223;er ist als beim Benziner, was demn&#228;chst wohl auch der Vergangenheit angeh&#246;ren d&#252;rfte.</p>
<p>&#8220;Somit gilt die Regel, dass je gr&#246;&#223;er und schwerer die Fahrzeuge bisher waren, deren <strong>Diesel</strong>-Anteil ganz erheblich zunahm&#8221;, unterstreicht <strong>Dudenh&#246;ffer</strong>. Diese Entwicklung f&#252;hrt der Experte darauf zur&#252;ck, dass &#252;ber 90 Prozent aller Vans als Diesel gekauft wurden. Kleinwagen schnitten mit 14 Prozent bisher hingegen gering ab.<br />
Angesichts dieser Zahlen werden die Marktanteile beim <strong>Diesel</strong> in den kommenden Jahren sprunghaft zur&#252;ckgehen.</p>
<p>Bis 2015 prognostiziert Dudenh&#246;ffer daher, dass sich der Marktanteil des Diesels in Deutschland von derzeit 38 Prozent bis 2020 auf nur mehr 30 Prozent abschm&#228;lern wird. &#8221; Diese Einsch&#228;tzung wurde scheinbar ohne die augenblicklichen Dieselpreise getroffen, denn der R&#252;ckgang d&#252;rfte meines Erachtens abrupter erfolgen, als erwartet.</p>
<p>Die <strong>Trendwende</strong> zum <strong>Benziner</strong> stellt sich auch vor dem Hintergrund dar, dass diese insbesondere bei Motoren mit kleinem Hubraum, Doppelaufladung und den neuen Direkteinspritzverfahren der zweiten Generation deutlich effizienter arbeiten. Damit sinkt der Verbrauchsnachteil gegen&#252;ber dem Diesel erheblich.</p>
<p>Bleibt abzuwarten, wie sich die Preislandschaft durch die globale Roh&#246;lnachfrage weiter entwickelt und wie schnell es der Industrie gelingt, alternative Antriebskonzepte zu entwickeln und marktreif anzubieten. Alternativen im Hybrid-Bereich sind l&#228;ngst serienreif vorhanden, wie es Toyota mit Prius, Camry und Lexus in den verschiedenen PKW-Klassen (untere Mittelklasse, gehobene Mittelklasse, Ober-[Luxus-] Klasse) oder Honda zeigen, Selbst Elektrofahrzeuge mit akzeptablen Reichweiten und hinnehmbaren Aufladezeiten stehen in den Startl&#246;chern.</p>
<p>Jetzt ist dringend der Staat gefordert, wenn wir B&#252;rger nicht weiter deart gebeutelt werden sollen. Das Thema &#8220;Neuordnung der KFZ-Steuer&#8221; wurde am 23. Mai erst einmal vertagt &#8211; vielleicht aus gutem Grund &#8211; oder k&#246;nnen Sie sich eine Berechnung nach CO2-Emssion vorstellen? Ich jedenfalls kann das, so, wie es vorgesehen ist, nicht. Wie soll das denn gehen? Ein Vielfahrer selbst mit einem vorbildlichen CO2-Wert produziert doch im Verlaufe eines Jahres mehr CO2 als ein &#8220;Sonntagsfahrer&#8221; mit einer CO2-Schleuder.</p>
<p>Wie auch immer &#8211; wir Autofahrer sitzen wie immer in der Falle und m&#252;ssen mal wieder tiefer in die Tasche greifen, wie tief, steht allerdings noch lange nicht fest.</p>
<p>Soweit f&#252;r heute! Ich w&#252;nsche Ihnen trotzdem allzeit gute Fahrt und wie immer ein herzliches BONA VITA!</p>
<p><em>Ihr Will W. Heppner</em></p>
<p>Fotos: Bona Vita &amp; pixelio.de/Marco Barnebeck</p>
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