Ultraschall–Zahnpflege

2. Dezember 2008 | Von admin | Kategorie: CORPOSANA

Hessische Firma revolutioniert die Zahnpflege

Die Geschichte der Zahnpflege ist so alt wie die Menschheit. Früher waren es meist bestimmte Zweige, die man kaute, um seine Zähne zu reinigen, wie die vom Arak-Baum. Die erste weltweite Revolution in diesem Bereich ist für die Periode um das Jahr 1500 bezeugt, als Tierborsten verwendet wurden, die man zum Beispiel an einem Knochen befestigte. Archäologische Fundorte reichen von China bis Lübeck. Die nächsten beiden Revolutionen waren US-amerikanische Erfindungen: Zunächst die des Nylons 1938, mit dessen Fasern man die eher unappetitlichen und auch ineffizienten Tierhaare als Reinigungsbürste ablöste und dann die elektrische Zahnbürste, die es seit 1959 gibt und die vielen als schonende Methode gilt. Schrubben und bürsten - so ist der Menschheit das Zähneputzen demnach seit Jahrtausenden bekannt. Seit wenigen Jahren nun gibt es etwas ganz Neues: Die Ultraschall-Zahnbürste. Mit Ultraschall werden Schwingungen mit Frequenzen oberhalb des hörbaren Bereichs (über 25 kHz) erzeugt. In Flüssigkeiten führt Ultraschall zur Bildung von mikroskopisch kleinen Vakuumbläschen, die implodieren und dabei kraftvolle Druckstöße erzeugen. Spezialist für diese Methode und Marktführer bei Ultraschall-Kleingeräten ist die EMAG AG im hessischen Mörfelden-Walldorf.

Schonende Mikroreinigung ohne mechanischen Druck
Im Gegensatz zu allen anderen Reinigungsverfahren reinigt Ultraschall ohne mechanischen Druck und schont damit Zähne und Mundraum. Man nennt dies auch “Mikroreinigung” (an Stelle der herkömmlichen “Makroreinigung”). Ihr größter Vorteil ist, dass sie auch die Stellen im Mund erreicht, wo keine Bürste, keine Zahnseide und kein Interdentalbürstchen Platz findet, nämlich kleinste Zwischenräume, auch bei Zahnspangen und insbesondere auch bei Implantaten. Außerdem unterstützt sie die Regeneration des Zahnfleischs und kann die Volkskrankheit Parodontitis um 20 bis 30 Jahre verzögern. Hugo Hosefelder, Entwicklungsleiter bei der EMAG AG , war derjenige, der vor etwa vier Jahren auf die Idee kam, Ultraschall auch für die Zähne zu verwenden: “Ich hatte selbst Zahnbeschwerden und dachte: Wenn die Mikroreinigung sogar empfindlichste Geräte wie etwa Motoren schonend säubern kann, warum nicht auch Zähne?” Die EMAG AG entwickelte einen Prototyp mit 0,6 Watt und ließ ihn auf Herz und Nieren testen. Der Rest ist Geschichte. Seit Anfang des Jahres wird die Ultraschall-Zahnbürste unter den Namen “Emmi-dental” und “Emmi-dent 6″ vermarktet und von führenden Experten empfohlen, wie vom Institut für Zahnärztliche Implantologie in Limburg. In Kürze startet dazu auch die bundesweite “Aktion Zähne zeigen” mit Informationen und einem Fotowettbewerb rund um das Thema Zähne, veranstaltet von BEGO Implant Systems, EMAG und anderen in Zusammenarbeit mit myfoto.de.

Die Redaktion von BONA VITA 50plus hat ein Testgerät seit zwei Tagen in Gebrauch und wird immer wieder über ihre Zahnputzerfahrungen berichten. Der Chefredakteur meint, bereits erste Erfolge dahingehend zu spüren, dass sich seine Zähne schon deutlich glatter anfühlen. Wir sind alle gespannt auf längerfristige Erfahrungen mit der Ultraschall-Zahnreinigung.

Quelle & Foto: EMAG-Germany

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