Weihnachtsbäckerei mit Kindern
Nov 24th, 2008 | By yvo | Category: CULINARIUM“Plätzchen backen mit Kindern beinhaltet etwas sehr Wertvolles”, sagt Claudia Forster-Bard vom Bundesverband der Meisterinnen und Meister der Hauswirtschaft e.V. (MdH). Es fördert die Kreativität und macht sie mit einem der schönsten, vorweihnachtlichen Rituale unserer Kultur vertraut. “Wie stolz sind die Kleinen, wenn sie ihre ersten Sterne auf dem Teller haben und sagen können, die habe ich selbst gebacken”, sagt die Fachfrau.
Auch um die Welt der Lebensmittel kennen zu lernen, kann Backen ein idealer Einstieg sein. Wie verändern sich Eier, Butter, Zucker und Mehl, wenn sie zum Teig zusammengerührt werden? Wie sieht Eischnee oder flüssige Schokolade aus? Für die Kleinen spannende Fragen!
Ab zirka vier Jahren lassen sich Kinder an das Backen heranführen, informiert Claudia Forster-Bard. Plätzchen ausstechen, gehackte Nüsse darauf streuen oder Teigrollen für Kekse wie Heidesand mit einer Teigkarte in Scheiben teilen, das klappt in diesem Alter bereits bestens. Ein toller Backspaß für zwei ist Spritzgebäck: Ein Kind kurbelt den Fleischwolf, das andere nimmt die Teigstücke ab und legt sie auf das Blech. An das Ausrollen von festen Teigen wie Lebkuchen- oder Mürbeteigen sollten sich erst Grundschüler heranwagen. Auch das Arbeiten mit zwei Komponenten, wie das Zusammensetzen von Plätzchen mit Marmelade oder das Auftragen von Makronenmasse auf Mürbeteig, ist jetzt meist kein Problem mehr.
“Ausstechformen gibt es für jeden Themenbereich”, weiß die Hamburger Foodjournalistin Karen Schulz. Ganze Zoo-Anlagen vom Rentier bis zum Pinguin oder Märchenmotive stehen in Fachhandel oder im Internet zur Auswahl. Auch finden sich dort Eiskristalle, Schneeflocken und Engel in allen Variationen. “Wenn das Ausstechen vorbei ist, wollen Kinder vor allem verzieren”, sagt Karen Schulz. Um die Wartezeit bis dahin zu verkürzen, sollten die Plätzchen am besten bei Umluft gebacken werden. Denn hier lassen sich gleich mehrere Backbleche auf einmal in den Ofen schieben. Auch empfiehlt Karen Schulz Zuckerguss, den die Kinder mit Lebensmittelfarben pur oder gemischt einfärben können. Einfach gelingt das Auftragen mit Einwegspritzbeuteln, die es mittlerweile zu kaufen gibt. Garniert werden darf mit allem, was Kinder mögen: Zuckerperlen, bunte Streusel, Schokolinsen, sogar Gummibärchen eignen sich. Schön für etwas größere Kinder ist ein Lebkuchenhaus, für das man nach einer Schablone Rechtecke backt und diese zusam-mensetzt. Zum Stabilisieren der Wände ist Würfelzucker ideal. Dazu jeweils zwei Hauswände rechtwinkelig mit Zuckerguss zusammenfügen und die Ecke innen mit Würfelzucker und Zuckerguss zusätzlich verkleben.
“Muffins sind im Kuchenbereich das einfachste Gebäck, weil man dazu nicht einmal einen Mixer braucht. Sie sind daher auch für Kinder gut machbar”, erklärt Karen Schulz. Das Prinzip ist denkbar einfach: Alle trockenen Zutaten mischen und in einer zweiten Schüssel alle feuchten Zutaten, in der Regel Eier, Butter, Joghurt oder Buttermilch, miteinander verrühren. Dann die feuchten Zutaten in die Trockenen kippen und mit einem Löffel so lange durchrühren, bis die Masse gebunden ist. Auf die fertigen Muffins mit Zuckerguss noch ein Weihnachtsmanngesicht aufmalen, fertig. “Im Anschluss an das Backen, die selbst gefertigten Sachen in Zellophantütchen, kleine Schachteln oder Dosen verpacken, dann haben die Kinder richtig tolle Geschenke”, rät die Backexpertin.
Wichtig ist, sich für die Backaktion nicht zuviel vorzunehmen, damit es überschaubar bleibt. Auch ist ratsam, nicht mit mehr als zwei Kindern gleichzeitig zu backen, damit sich niemand am heißen Ofen verbrennt. Bei mehreren kleinen Bäckern lieber noch einen großen Backprofi hinzubitten.
Quelle & Foto: CMA
